
Das Badezimmer heizen
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die ideale Badtemperatur liegt bei etwa 23 °C: Damit das Badezimmer nicht auskühlt und sich keine Feuchtigkeit an kalten Oberflächen niederschlägt, muss das Badezimmer warm genug sein.
- Raumtemperatur sollte nie unter 15 °C fallen: Wenn sich der Raum zu stark abkühlt, kann durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Bad Schimmel entstehen.
- Smarte Thermostate erhöhen den Komfort: Mit programmierbaren Heizkörperthermostaten können Sie Ihr Badezimmer gezielt heizen und unnötige Heizkosten vermeiden.
Die optimale Temperatur im Badezimmer
Warme Raumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Damit sich die Feuchtigkeit im Bad nicht als Kondenswasser an kalten Oberflächen niederschlägt, sollten Sie das Badezimmer richtig heizen. Denn Wände und Oberflächen brauchen viel Zeit, um sich wieder aufzuwärmen, wenn das Badezimmer erst einmal vollständig ausgekühlt ist.
Im Badezimmer darf es daher grundlegend etwas wärmer sein als in den übrigen Wohnräumen. Als angenehm gelten im Bad Temperaturen um die 23 °C, was etwa der Stufe 3,5 auf dem Heizungsthermostat entspricht.
Gleichzeitig sollten Sie beim Heizen im Bad darauf achten, dass die Raumtemperatur auch außerhalb der Hauptnutzungszeiten nicht zu stark absinkt. Um Schimmel im Bad zu vermeiden, sollte die Temperatur im Bad niemals unter 15 °C fallen.
10 Tipps, um das Badezimmer zu heizen

1. Tipp: Heizung nicht höher drehen als nötig
Da sich jedes Grad mehr auf die Heizkosten auswirkt, sollten Sie das Heizungsthermostat nicht höher drehen als nötig. Im Bad reichen meist 23 °C aus, also etwa Stufe 3,5. Ebenso können Sie die Heizung etwa zehn Minuten vor dem Verlassen des Badezimmers herunterdrehen und die vorhandene Restwärme nutzen.

2. Tipp: Heizkörper regelmäßig entlüften
Über die Zeit kann sich Luft im Heizkörper sammeln, sodass dieser gluckert, blubbert, knackt oder nicht richtig warm wird. Durch das Entlüften der Heizung arbeitet sie wieder effizienter und verteilt die Wärme im Bad gleichmäßiger.

3. Tipp: Heizkörper sauber halten
Ebenso sollten Sie die Heizung im Badezimmer regelmäßig von Staub befreien, damit die Wärmeabgabe nicht beeinträchtigt wird. Reinigen Sie die Heizkörper im Bad daher regelmäßig mit einer Heizungsbürste oder einem Staubwedel.

4. Tipp: Heizkörper nicht verdecken
Heizkörper sollten ihre Wärme ungehindert an den Raum abgeben können. Sie können zwar nasse Handtücher darüber trocknen, sollten Sie aber nach dem Trocknen entfernen. Noch besser ist es, die nassen Handtücher stattdessen über einen Wäscheständer zu trocknen. So können Sie nicht nur besser Ihr Bad heizen, sondern auch Energie im Bad sparen.

5. Tipp: Defekte Dichtungen prüfen
Undichte Fenster- oder Türdichtungen können erhebliche Wärmeverluste im Bad und in anderen Räumen verursachen. Kontrollieren Sie diese regelmäßig und ersetzen Sie beschädigte Dichtungen.

6. Tipp: Stoßlüften statt Dauerlüften
Durch dauerhaft gekippte Fenster kühlt der Raum zu stark aus, deswegen ist Stoßlüften aus energetischer Sicht deutlich besser. Durch das Stoßlüften wird feuchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass Wände und Einrichtung zu stark auskühlen.

7. Tipp: Badezimmertür geschlossen halten
Eine geschlossene Tür verhindert, dass warme Luft in angrenzende Räume entweicht und kalte Luft nachströmt. Schließen Sie also die Badezimmertür wieder nach dem erfolgreichen Lüften.

8. Tipp: Rollläden schließen
Neben der Tür können auch geschlossene Rollläden dazu beitragen, den Wärmeverlust über die Fenster zu reduzieren. So bleibt die Raumtemperatur im Bad länger konstant.

9. Tipp: Nachtabsenkung eher vermeiden
Im Badezimmer lohnt sich eine starke Nachtabsenkung oft nicht, da das erneute Aufheizen am nächsten Tag mehr Energie benötigt. Damit Sie morgens ein warmes Bad haben, sollten Sie also eine Nachtabsenkung eher vermeiden. Lediglich bei einer Fußbodenheizung können Sie die Temperatur nachts um wenige Grad reduzieren.

10. Tipp: Smarte Heizungsthermostate einsetzen
Besonders praktisch sind digitale Heizkörperthermostate. Sie ermöglichen es, das Badezimmer beispielsweise per App bedarfsgerecht vorzuheizen und die Heizzeiten optimal an den eigenen Tagesablauf anzupassen.

Bonus-Tipp:
Falls Sie es auf der Toilette nicht so unangenehm kalt haben möchten, kann eine WC-Sitzheizung aushelfen. Neben anderen tollen Features besitzen alle drei SensoWash® Dusch-WCs eine Sitzheizung.
Bad heizen ohne Heizung
Ein Bad ohne Heizung ist eher die Ausnahme, kann aber auftreten. In diesem Fall sollten Sie auf Infrarotpaneele, elektrische Handtuchheizkörper oder mobile Heizlüfter zurückgreifen, um das Badezimmer zu heizen. Jedoch verbraucht ein Heizlüfter fürs Badezimmer eine Menge Strom. Das Bad elektrisch zu heizen ist also sehr kostenintensiv.
Übrigens: Ein Bad ohne Heizung ist selten, aber ein Bad ohne Fenster ist nicht ganz unüblich. Was Sie für die Belüftung, Beleuchtung und Einrichtung beachten müssen, erfahren Sie in unserem Badmagazin.
Gäste-WC heizen
Weil das Gäste-WC seltener und meist nur kurz genutzt wird, reicht hier eine etwas niedrigere Temperatur als im Hauptbad aus. Wenn Sie Besuch erwarten, können Sie die Temperatur rechtzeitig hochdrehen. Ansonsten können Sie die Temperatur hier niedrig halten. Dennoch sollte der Raum nicht vollständig auskühlen.


Kleines Bad heizen
Kleine Badezimmer erwärmen sich in der Regel schneller als große Räume. Deshalb genügt in kleinen Bädern häufig eine niedrigere Heizleistung. Achten Sie dennoch auf eine ausreichende Grundtemperatur und richtiges Lüften, damit die Feuchtigkeit zuverlässig abgeführt werden kann.




