Geräumiges helles Badezimmer

Luftfeuchtigkeit im Badezimmer

Feuchtigkeit im Bad lässt sich kaum vermeiden, denn beim Duschen, Baden oder Händewaschen entsteht täglich Wasserdampf. Ist die Luftfeuchtigkeit jedoch dauerhaft zu hoch, kann das schnell zu Problemen führen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen – besonders in kleinen oder fensterlosen Badezimmern. Das können Sie tun, wenn das Bad feucht ist.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Hohe Luftfeuchtigkeit im Badezimmer kann Schimmel und Schäden an Materialien verursachen.
  • Regelmäßiges Lüften, ausreichend Wärme und trockene Oberflächen helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren.
  • Besonders in fensterlosen Bädern ist die Luftfeuchtigkeitskontrolle und -reduzierung wichtig.

Die Folgen von einem zu feuchten Bad

Zu viel Feuchtigkeit im Badezimmer kann langfristig sowohl für die Bausubstanz als auch für die Gesundheit zum Problem werden. Häufig entsteht Schimmel, da feuchte und warme Räume ideale Bedingungen für Schimmelsporen bieten. Dieser bildet sich oft zuerst in Fugen, Ecken oder an schlecht belüfteten Stellen. Neben unschönen Verfärbungen kann Schimmel auch unangenehme Gerüche verursachen und die Gesundheit gefährden.

Dauerhafte Feuchtigkeit im Bad kann außerdem Materialien wie Holz, Farbe, Putz oder Silikonfugen beschädigen. Tapeten im Bad können sich lösen und Oberflächen schneller verschleißen. Auch Metallteile wie Armaturen oder Heizkörper können durch die hohe Feuchtigkeit stärker rosten. Gleichzeitig beschlagen Spiegel und Oberflächen häufiger, wodurch das Badezimmer dauerhaft klamm wirken kann. Deshalb ist es wichtig, Feuchtigkeit im Badezimmer gezielt zu reduzieren.

Tipp: Lack ist ein guter Schutz, um in einem feuchten Bad das Aufquellen von Badmöbeln zu verhindern. Mehr dazu sowie ansprechende Inspirationen finden Sie auf unserer Seite zu Badmöbeln.

10 Tipps gegen Luftfeuchtigkeit im Badezimmer

Badewanne der Serie White Tulip von Duravit

1. Tipp: Bad lüften & Durchzug schaffen

Die offensichtlichste Methode, um Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, ist das Lüften. Öffnen Sie nach dem Baden oder Duschen die Fenster und Türen und lüften Sie stoßweise.

Starck Slimline Duschwanne von Duravit

2. Tipp: Raumwärme erhöhen

Vor dem langen Baden oder Duschen ist es ratsam, die Heizung aufzudrehen. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima und erwärmt die Oberflächen – so setzt sich weniger Kondenswasser ab. Außerdem kann warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern.

Draufsicht auf ein Einbauwaschbecken von Duravit

3. Tipp: Feuchte Oberflächen abwischen

Trotz hoher Raumwärme lässt es sich nicht vermeiden, dass Wasserdampf entsteht und sich Kondenswasser auf Duschwänden, Fliesen oder dem Badezimmerspiegel absetzt. Um dieses zu entfernen, sollten Sie es von den entsprechenden Oberflächen abwischen. Am besten geht dies mit einem Duschabzieher – zur Not reicht aber auch ein trockenes Handtuch oder ein Lappen.

Einbaubadewanne der Serie D-Neo von Duravit in einem modernen Badezimmer

4. Tipp: Nasse Handtücher richtig trocknen

Stellen Sie sicher, dass Sie nasse Handtücher und Lappen nicht zerknüllen oder auf dem Boden liegen lassen. Hängen Sie nasse Handtücher möglichst luftig und mit etwas Abstand auf einen Wäscheständer. Trocknen Sie die Handtücher bei gutem Wetter an der frischen Luft oder in einem anderen Raum, um Luftfeuchtigkeit im Badezimmer zu verhindern.

Übrigens: Häufig werden Handtücher auf bzw. über die Heizung gehängt. Das kostet Sie aber Energie. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Energie sparen.

Toilette der Serie D-Code von Duravit

5. Tipp: Fugen regelmäßig kontrollieren

Besonders problematisch bei hoher Luftfeuchtigkeit im Bad sind Fugen. Sammelt sich hier zu lange oder zu oft Feuchtigkeit, kann Schimmel entstehen. Dunkle Verfärbungen, Risse oder gelöste Stellen (beispielsweise bei Silikon) sollten fachgerecht behoben werden.

Übrigens: Falls sich trotz dieser Maßnahmen Schimmel gebildet hat, erfahren Sie hier, wie Sie Schimmel im Bad entfernen.

Waschplatz, Toilette und Badewanne der Serie No.1 von Duravit in einem blau gestrichenen Badezimmer

6. Tipp: Luftfeuchtigkeit aktiv messen

Wenn Sie die genaue Luftfeuchtigkeit im Bad kennen, können Sie besser Maßnahmen dagegen ergreifen. Stellen Sie im Bad ein Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser) auf. Die optimale Luftfeuchtigkeit im Bad sollte zwischen 50% und 60% liegen. Ist sie über 70%, sollten Sie versuchen, die Luftfeuchtigkeit im Bad zu senken.

Badewanne der Serie Vitrium von Duravit in einem hellen Raum mit vielen Pflanzen

7. Tipp: Passende Pflanzen ins Bad stellen

Auch Pflanzen sind eine gute Möglichkeit, um die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer zu verringern und anderweitig zu nutzen. Pflanzen wie Einblatt oder Bergpalme kommen auch mit viel Feuchtigkeit aus. Außerdem setzen sie optische Akzente – mehr dazu in unserem Beitrag zu Badezimmer-Pflanzen.

Draufsicht auf einen Waschplatz der Serie Zencha von Duravit

8. Tipp: Luftabzug installieren

Ein Luftabzug im Bad gehört zum Standard, fehlt manchmal aber in älteren Badezimmern. Ist dieser nicht vorhanden, sollte er nachträglich installiert werden. Sprechen Sie dafür in Mietswohnungen mit Ihrem Vermieter. Als temporäre Alternative kann auch ein Ventilator dabei helfen, die feuchte Luft schneller aus dem Badezimmer zu befördern.

Eine Katze liegend auf einem Dusch WC der Serie SensoWash Strack f von Duravit

9. Tipp: Salz oder Katzenstreu

Etwas kurios, aber trotzdem wirksam: Katzenstreu oder eine Schale mit Salz. Mit beidem können Sie dem Bad Feuchtigkeit entziehen. Stellen Sie es einfach ins Bad und wechseln Sie es aus, wenn es sich vollgesogen hat.

Dunkles stilvolles Badezimmer mit einem Waschplatz der Serie Aurena von Duravit

10. Tipp: Luftentfeuchter nutzen

Neben all den hilfreichen Tipps und Maßnahmen, kann ein mobiler Raumentfeuchter in schwierigen Fällen eine Lösung sein. Dieser kann entweder chemisch oder elektrisch betrieben werden und die Feuchtigkeit im Bad senken. Dies ist vor allem in Bädern ohne Fenster sinnvoll.

Was tun bei Luftfeuchtigkeit im Bad ohne Fenster?

Ein Bad ohne Fenster ist besonders anfällig für hohe Luftfeuchtigkeit, da häufig nur ein Lüftungsschacht oder eine einfache Abluftanlage vorhanden ist. Reicht der Luftaustausch nicht aus, bleibt feuchte Luft länger im Raum und Kondenswasser setzt sich schneller an Wänden, Spiegeln oder Fugen ab. Die Möglichkeiten zur Feuchtigkeitsbekämpfung sind hier meist begrenzt. Deshalb müssen Sie hier besonders konsequent vorgehen.

Um in einem Bad ohne Fenster die Feuchtigkeit zu reduzieren, helfen viele der oben erwähnten Tipps: Eine gute Luftzirkulation, ausreichend Raumwärme und das Abwischen feuchter Oberflächen nach dem Duschen ist ein guter Anfang. Außerdem empfiehlt es sich, besonders im Bad ohne Fenster, die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu messen. In alten Bädern sollte – falls möglich – ein Luftabzug nachgerüstet werden. Ansonsten kann ein mobiler Luftentfeuchter dabei helfen, das Risiko von Schimmel im Bad ohne Fenster zu reduzieren.