Handwaschbecken der Serie Duravit Starck 3

Fugen streichen

Die meisten Badezimmer leben von klaren Linien, harmonischen Farben und hochwertigen Oberflächen. Dafür sind Fliesenfugen häufig essenziell – und werden dennoch häufig übersehen. Doch das Streichen der Fugen wird immer mehr zum Trend und ist eine effektive Methode, um farbliche Akzente ins Bad zu bringen. Außerdem verlieren selbst die schönsten Fliesen ihre Wirkung, wenn die Fugen vergraut oder fleckig wirken. Was es alles zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Fugen als Gestaltungselement nutzen: Farbige oder kontrastreiche Fugen können die Wirkung von Fliesen und den Stil des Badezimmers gezielt verändern.
  • Passende Materialien wählen: Für Mörtel- und Silikonfugen sollten spezielle Fugenfarben und geeignete Werkzeuge verwendet werden.
  • Fugen sorgfältig vorbereiten: Reinigung, Trocknung und das Prüfen auf Schäden oder Schimmel sind entscheidend für ein gleichmäßiges und langlebiges Ergebnis.
Modernes, buntes Badezimmer mit Badmöbeln und Keramiken der Serie Duravit D-Neo

Fugen als Gestaltungselement

Fugen sind weit mehr als ein rein funktionales Detail. Ihre Farben können maßgeblich beeinflussen, wie ruhig, großzügig oder strukturiert ein Badezimmer wirkt. Gerade in modernen Badkonzepten rücken sie deshalb zunehmend in den Fokus der Gestaltung.

Handwaschbecken der Serie Duravit Starck 3

Ton-in-Ton

Wenn Fugen farblich eng an die Fliesen angepasst sind, sorgt dies für visuelle Ruhe. Die Flächen wirken homogener, der Raum großzügiger und aufgeräumter. Diese Lösung eignet sich besonders für kleinere Bäder oder minimalistische Stilrichtungen wie Skandi oder Japandi, bei denen Zurückhaltung und Klarheit im Vordergrund stehen.

Wandhängendes WC der Serie Duravit D-Code

Kontrastfugen

Wer kontrastierende Farben zum Streichen der Badfugen verwendet, betont bewusst das Fliesenformat. Dunkle Fugen zu hellen Fliesen schaffen grafische Strukturen und verleihen dem Bad Tiefe und Charakter. Besonders bei großformatigen Fliesen oder geometrischen Verlegemustern entsteht so ein modernes, architektonisches Erscheinungsbild.

Wichtig ist dabei ein stimmiges Gesamtkonzept: Zu starke Kontraste können den Raum schnell unruhig wirken lassen.

Einhebel-Waschtischmischer der Serie Duravit Wave in Bronze gebürstet

Grundsätzliche Farbwahl

Wenn Sie weder gezielt auf eine Ton-in-Ton-Lösung noch auf zu starke Kontraste setzen wollen, sollten Sie auf die Farbtemperatur achten, um die für Sie passende Gestaltung zu finden. Warme Fugenfarben wie Sand, Greige oder Creme unterstreichen eine wohnliche Atmosphäre und harmonieren gut mit Holz, Naturstein oder matten Oberflächen.

Kühlere Grau- oder Anthrazittöne wirken dagegen sachlicher und passen hervorragend zu puristischen Bädern mit Beton- oder Steinoptik.

Materialien zum Fugen streichen

Für das Überstreichen der Fugen sollten Sie sich mit den passenden Materialien vorbereiten.

Forntansicht eines Waschbeckens der Serie Duravit D-Code mit Armatur in Chrom

Farben

Für herkömmliche Mörtelfugen können Sie spezielle Fugenfarbe oder Latexfarbe verwenden. Dagegen sind herkömmliche Dispersionsfarben ungeeignet, das Fugen streichen mit Wandfarbe ist also nicht möglich. Wenn Sie Silikonfugen streichen möchten, sollten Sie speziell dafür vorgesehene Farbe verwenden, die Sie im Baumarkt oder Fachhandel erhalten.

WC der Serie Duravit Balcoon

Werkzeuge

Auch das passende Werkzeug sollten Sie bereithalten. Zum einen umfasst dies alles, was Sie zum Reinigen von Fugen und Fliesen benötigen, um sowohl vor dem Aufbringen der Farbe als auch falls etwas daneben geht, die bearbeiteten Stellen säubern zu können. Zum Streichen gibt es spezielle Fugenstifte, die allerdings eher für kleinere Räume geeignet sind. Für größere Flächen empfehlen sich kleine Pinsel oder spezielle Fugenroller und ein Abkleben der angrenzenden Fliesen.

Vorgehen beim Fugen streichen

Haben Sie die nötigen Materialien beisammen, kann es nun ans eigentliche Streichen der Fugen im Bad gehen. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

Waschplatz mit Duravit Starck 3 Waschtisch auf L-Cube Waschtischunterbau vor einem Spiegel, daneben Hochschrank

1. Fugen prüfen

Vor dem Streichen der Fugen sollten Sie sie auf Beschädigungen und Schimmel prüfen. In diesem Fall dürfen die Fugen nicht gestrichen werden sondern sollten zunächst erneuert werden. Praktisch dabei: Bei Mörtelfugen können Sie die Farbe bereits in den Fugenmörtel mischen, bei Silikonfugen steht im Fachgeschäft mitunter farbiges Material zur Verfügung.

Tipp: In unserem Magazin können Sie nachlesen, wie Sie Silikonfugen erneuern und was Sie bei Schimmel im Bad tun sollten.

Reinigung von Fugen

2. Fugen reinigen

Vor dem eigentlichen Streichen gilt es, die Fugen gründlich zu reinigen. Kalkablagerungen, Seifenreste und Fett müssen vollständig entfernt werden, damit die Farbe gleichmäßig halten kann. Anschließend müssen Sie die Fugen trocknen lassen, da das Ergebnis sonst ebenfalls weniger haltbar ausfällt.

Duravit Sustano Duschsystem an gefliester Wand

3. Abkleben

Um Farbspritzer und Fehler zu vermeiden, ist es meist am einfachsten, angrenzende Flächen abzukleben. Hier genügt in der Regel einfaches Klebeband.

Waschbecken der Serie Duravit D-Code mit Armatur in Chrom

4. Streichen

Das eigentliche Lackieren der Fugen ist denkbar gradlinig. Natürlich sollte gleichmäßig gearbeitet werden, je nach Produkt kann eine zweite Farbschicht nötig sein. Unbedingt einzuhalten sind die Trocknungszeiten, um ein gleichmäßiges und lange haltbares Ergebnis zu erzielen.