Organisch geschwungene Betonstruktur des One Thousand Museum von Zaha Hadid

Zaha Hadids One Thousand Museum

Wohnen im Exoskelett

Der Wohnturm One Thousand Museum bietet Luxus auf höchstem Niveau. Es ist das letzte Projekt der 2016 verstorbenen Architektin Zaha Hadid, die sich hier mit einem aufwendigen Exoskelett-Tragwerk verewigt hat.

Seit 2019 ragt der Luxuswohnturm One Thousand Museum im Süden Miamis in die Höhe und fasziniert durch seine außergewöhnliche Form. Zaha Hadid, die auch „Queen of Curves“ genannt wird, hat für den Wolkenkratzer ein atemberaubendes Exoskelett entworfen, das sich an der Außenfassade wie eine kalligrafische Handschrift um das Gebäude legt. Oder wie ein Skorpion, dessen Panzer das Innere schützt – daher wird der Turm auch umgangssprachlich „Scorpion Tower“ genannt. „Das Design steht für eine sowohl strukturelle als auch architektonische Fluidität“, erklärt Chris Lepine, Projektleiter bei Zaha Hadid Architects. „Die Struktur wird je nach Bedarf dicker oder dünner und schafft so eine Kontinuität zwischen Architektur und Konstruktion.“

Organisch geschwungene Betonstruktur des One Thousand Museum von Zaha Hadid

Queen of the Curves

Es ist das letzte Projekt der irakisch-britischen Architektin, denn Zaha Hadid verstarb mit nur 65 Jahren im März 2016 plötzlich an einem Herzinfarkt in Miami. Nur wenige Tage zuvor hatte sie noch die Baustelle des One Thousand Museums besucht; erlebt hat sie dessen Vollendung nicht mehr. Hadid war eine außergewöhnliche Architektin: Als erste Frau hat sie den renommierten Pritzker-Preis für Architektur gewonnen. Ihre futuristischen Entwürfe wie das Olympische Schwimmzentrum in London, das Heydar Aliyev Center in Baku, Aserbaidschan oder der Galaxy SOHO Komplex in Peking zeichnen sich durch organische Formen aus, die die Grenzen der Ingenieurskunst immer weiter ausdehnen.

Luxusapartment mit großer Fensterfront und Ausblick auf weitere Wolkenkratzer im One Thousand Museum von Zaha Hadid

Weitläufige Grundrisse

Das One Thousand Museum gehört zu den teuersten Unterkünften in Miami. Man kann dort Wohnungen in Größen von 430 bis 920 Quadratmetern mieten oder kaufen. Der Wohnturm bietet Luxus auf höchstem Niveau. Die Bewohner können sich über einen Indoor-Pool in der obersten Etage, über ein Spa und über ein Heli-Pad auf dem Dach freuen. Spektakulär sind die Innenräume auch deshalb, weil durch die tragende Struktur des Exoskeletts bis auf die Kerne keine tragenden Stützen und Wände in den Wohnungen zu finden sind. Dadurch sind weitläufige Grundrisse möglich. Jede Wohnung verfügt über großzügige Balkone, von denen man eine herrliche Sicht auf Miami und die Biscayne Bay hat.

Luxuriöses Badezimmer mit Mamorwänden, einem großzügigen Waschtisch, einer freistehenden Badewanne und einer Dusche

Hochwertige Ausstattung

Die Interiors der 83 Apartments präsentieren sich clean und sind geprägt durch die besonderen Ausblicke und dem Exoskelett, das wie der Rahmen eines Kunstwerkes den Raum bestimmt. Auch die Bäder verfügen zum Teil über bodentiefe Panoramafenster und atemberaubende Ausblicke. Diese wurden mit hochwertiger Sanitärkeramik von Duravit ausgestattet – darunter die Serien DuraStyle, Starck 3 und Starck 2, die das moderne Design unterstreichen. In den Master-Bädern betonen etwa die schlichten, reduzierten Formen der Starck 3 Einbaubecken den High-End-Look, während die Starck 2 Wand-WCs die gehobenen Gästebäder schmücken.

Glasfaserverstärkter Beton

Eine besondere Herausforderung des One Thousand Museums war die Tragkonstruktion in Exoskelett-Bauweise, die bei diesem Projekt zum ersten Mal in dieser Höhe eingesetzt wurde. Dabei werden sämtliche Lasten über das außenliegende Stützkorsett und den Kern abgeleitet. Für das Exoskelett, das besonderen Windlasten standhalten kann, wählten Zaha Hadid Architects zusammen mit DeSimone Consulting Engineers ein besonderes Material: Und zwar glasfaserverstärkten Beton. Ab der 15. Etage wurden die Betonstützen nicht mehr gegossen, sondern es wurden vorfabrizierte Schalen aus Glasfaser-Beton verwendet, die wie ein Rohr um die Bewährungen gelegt und mit Beton aufgefüllt wurden. Dabei arbeiteten die Bauleute vor Ort eng zusammen mit den Ingenieuren aus Dubai, die die vorfabrizierten Teile hergestellt und geliefert haben. Jedes einzelne Teil ist einzigartig – so wie jede Wohnung durch die fluide Form des Gebäudes und das im Raum sichtbare Exoskelett ein Unikat ist.

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