Ein Waschbecken vor einer gefliesten Wand und einem Fenster mit Blick in die Natur. Das Interior ist in Erdtönen gehalten

Natur im Bad

Spot on: Natürliche Materialien im Bad

Ob Holz, Naturstein oder Lehm: Natürliche Materialien halten immer mehr Einzug ins Badezimmer und sorgen für eine sinnliche Atmosphäre, die zum Entspannen einlädt. Bei der Planung sollte man allerdings darauf achten, welche Materialien wo eingesetzt werden und welche Pflege sie benötigen.
Ein Holzhaus in der Natur mit Blick durch große Fenster ins Innere auf ein großzügig gestaltetes Badezimmer

Längst ist das Bad keine funktionale Nasszelle mehr, in der man sich schnell mal der Körperhygiene widmet. In einem zeitgenössischen Badezimmer findet man zur Ruhe und kümmert sich um sein generelles Wohlbefinden. Um dies zu unterstützen bieten sich natürliche Materialien an, die ein Stück Natur in die eigenen vier Wände bringen.

Behaglichkeit durch Holz

Vor allem Holz ist zum Lieblingsmaterial der Architektur und des Interior Designs geworden – auch im Bad. Dies bricht die Gewohnheit, vor allem leicht zu reinigende und glatte Oberflächen wie Fliesen und Laminat einzusetzen. Holz im Bad sorgt für Behaglichkeit: Es ist wohlig warm, fühlt sich angenehm an und trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Immer häufiger bestehen Badmöbel, Wandverkleidungen, Fensterrahmen bis hin zu Bodenbelägen aus dem natürlichen Werkstoff.

Zwei weiße Waschschüsseln mit silberfarbenen Armaturen vor einer Holzwand

Das liegt daran, dass Holz heute in einer großen Vielfalt und mit vielen Oberflächenbehandlungen angeboten wird. Natürlich nimmt Holz Feuchtigkeit auf, da es hygroskopisch ist. Allerdings gibt es Holzarten, die Feuchtigkeit besser vertragen als andere, wie etwa Ahorn, Birke, Buche, Fichte, Kiefer, Mahagoni oder Teak. Vor allem Bambus ist ideal für Badezimmer, da es sich gut Luftfeuchtigkeit anpassen kann. Auch Thermoholz ist interessant, da es mit Wasserdampf und Hitze behandelt wird, wodurch es sich verdichtet und nur wenig Wasser aufnimmt. Holz lässt sich als Bodenbelag, Wandverkleidung oder in Form von Badmöbeln ins Badezimmer bringen. Duravit bietet seine hochwertig gefertigten Badmöbel in einer großen Vielfalt an Echtholzfurnieren und auch in Massivholzausführung an – etwa Nussbaum oder Eiche.

Natursteine en vogue

Naturstein ist im gehobenen Interior Design en vogue und lässt sich aufgrund seiner Materialeigenschaften hervorragend ins Badezimmer integrieren. Kommen Naturstein und Wasser zusammen, schaffen sie eine ursprüngliche und sinnliche Atmosphäre. Anthrazitfarbener Schiefer passt zu einem urbanen und cleanen Einrichtungsstil. Travertin, lange von der Bildfläche verschwunden und wieder im Kommen, strahlt mit seiner braunen, porösen Oberfläche eine gewisse Erdverbundenheit aus. Bei besonders gehobenen Ansprüchen kann man auf Marmor setzen, der mit seiner typischen Maserung feine Strukturen zeichnet. In der Regel sind die Steine robust und langlebig. Eine Imprägnierung schützt sie vor Verschmutzungen. Natursteine lassen sich als Fliesen, Wand- oder Wannenverkleidungen sowie auch als Bodenbelag einsetzen. Ein Blickfang ist auch eine Konsole aus Naturstein, auf der ein Aufsatzwaschbecken platziert wird - so wie in der Serie Qatego, designed von Studio F.A. Porsche für Duravit. Die drei unterschiedlichen Varianten aus Carrara Marmor, Travertin und Lavica Stein sind Einzelstücke, was sich in Farben und Musterungen ausdrückt. Damit bieten sie den Qatego Waschbecken eine besonders edle und einzigartige Bühne.

Eine Konsole aus Naturstein, auf der ein weißes Aufsatzwaschbecken platziert ist, darüber hängt ein Spiegel
Eine Konsole aus Naturstein, auf der ein weißes Aufsatzwaschbecken platziert ist

Klimaregulierender Lehmputz

Die Sehnsucht nach Natur zeigt sich auch beim Thema Lehm. Der traditionelle Baustoff wird in der Architektur als Alternative zu Beton gehandelt – selbst für moderne Bauten. Er ist nicht nur äußerst nachhaltig, da überall verfügbar, sondern bietet auch ein besonderes Raumklima. Wer nicht gleich ein ganzes Haus aus Lehm bauen möchte, kann Lehmputz auf den Innenwänden in Betracht ziehen. Gerade für feuchte Räume eignet sich Lehm hervorragend, da er durch seine Diffusionsoffenheit Wasserdampf aufnehmen und ihn langsam wieder an die Raumluft abgeben kann. Der Effekt ist sichtbar: Spiegel und Fenster beschlagen nicht.

Ein prägnantes Beispiel für Lehm im Bad ist das Hotel „Explora Valle Sagrado“ des chilenischen Architekten José Cruz Valle, hoch in den Bergen zwischen dem Machu Pichu und Cusco in Peru gelegen. Wie im gesamten Hotel sind auch die Badezimmer von Lehmwänden eingefasst, ergänzt durch viele Details aus Holz und Waschtischen der Serie DuraStyle von Duravit.

Waschplatz von Duravit im Hotel Explora Valle Sagrado

Bei natürlichen Materialien im Bad denkt man vielleicht nicht zuerst an Keramik. Doch auch sie ist natürlich, denn sie wird rein aus den Rohstoffen Ton, Kaolin, Quarz und Feldspat hergestellt. Das Material ist extrem robust, unempfindlich gegen Hitze, Feuchtigkeit, Licht und Schmutz, was es besonders langlebig und damit nachhaltig macht. Keramik ist das Hauptmaterial von Duravit und wird hauptsächlich für Produkte wie Waschbecken, Toiletten und Urinale eingesetzt.

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